Die verschiedenen Typen

Die DVD entspricht mit 12 cm bzw. 8 cm Durchmesser und 1,2 mm Dicke der Form einer normalen Audio-CD bzw. CD-ROM. Die Wellenlänge des Lasers beträgt bei der DVD 650 bzw. 635 nm (Rot), bei der CD 780 nm (Infrarot). Im Gegensatz zur CD besteht die DVD immer aus zwei Hälften, die miteinander verklebt werden. Dabei ist in jeder Hälfte einer DVD eine Informationsschicht (Layer) enthalten. Die Anordnung dieser beiden Hälften bestimmt die verschiedenen DVD-Typen.

Die wichtigsten Formate sind die DVD-Video und die DVD-ROM, die mit unterschiedlicher Datenkapazität (4,7 - 17,1 GB) erhältlich sind. Im Vergleich dazu sei erwähnt, dass eine normale CD-ROM 650 MB (0,65 GB) Datenkapazität bietet.

Die DVD 5 (einseitig, einschichtig) trägt auf nur einem LayerDVD Layer Informationen und bietet 4,7 GB Datenkapazität.
Der obere Layer wird nicht genutzt und enthält somit keine Datenstrukturen.
Die DVD 9 (einseitig, zweischichtig) enthält zwei Informationsschichten, wobei die untere semitransparent ist, so dass der Laserstrahl beide Layer von einer Seite auslesen kann. Die DVD 9 bietet 8,5 GB Speicherkapazität und muß zum Auslesen nicht im Laufwerk/Player gewendet werden.
Die DVD 10 (zweiseitig, einschichtig) enthält auf beiden, gegeneinander gesetzten Layern Dateninformationen. Sie bietet zwar 9,4 GB Speicherkapazität, muß jedoch im Laufwerk/Player gewendet werden.
Die DVD 18 (zweiseitig, zweischichtig) bietet sogar 17,1 GB Speicherkapazität. Beide Seiten enthalten zwei Informationsschichten, wobei der jeweils untere Layer semitransparent ist.
Diese DVD-Typen gibt es auch mit einem Durchmesser von 8 cm in den verschiedenen Ausführungen. Diese haben dann eine entsprechend geringere Speicherkapazität, übertreffen jedoch bei weitem die einer CD.

 Die verschiedenen Formate

Die wichtigsten DVD-Formate sind DVD-Video und DVD-ROM. Es gibt desweiteren fünf verschiedene Versionen der DVD-ROM, die zur Datenaufzeichnung geeignet sind - DVD-R, DVD-RAM, DVD-RW, DVD+RW.

Die DVD-Video
ist eine besondere Anwendung der DVD-ROM. Sie beinhaltet nur bestimmte Datentypen und ist für die Wiedergabe am TV konzipiert - DVD-Video eben. Die DVD-Video bietet, je nach Speicherkapazität des Mediums und Kompressionsrate 2-8 Stunden hochqualitatives, digitales Video. Die Video’s können wahlweise im Widescreen-Modus (16:9) oder Standard-Modus (4:3) wiedergegeben werden. Es stehen 8 verschiedene digitale Audiotracks - für verschiedene Sprachen - und bis zu 32 Tracks für Untertitel zur Verfügung. Bis zu 9 verschiedene Kamerawinkel können während dem Abspielen frei gewählt werden. Menüs und interaktive Features können mit der Fernbedienung bequem abgefragt werden. Das Standbild verdient den Namen. Es ist perfekt. Durch unmittelbares, digitales Ansteuern beim “Spulen” entfallen lästige Wartezeiten. Da der Auslesevorgang optisch und nicht mechanisch erfolgt, entsteht kein Qualitätsverlust durch mehrmaliges Abspielen. DVD-Videos sind hitzeresistent und unempfindlich gegenüber magnetischen Felder.
Das Datenformat auf der DVD-ROM heißt UDF (universal disc format) Bridge Format und ist eine Kombination aus dem Micro UDF und dem ISO 9660 File-System. DVD-ROM’s können so auf allen gängigen Betriebssystemen - also plattformübergreifend - abgespielt bzw. ausgelesen werden und sind abwärtskompatibel. Außer Video- und Audiodaten können auch beliebige Daten (Multimedia-Applikationen) kombiniert auf der DVD-ROM verwendet werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, aus einer multimedialen Applikation heraus - die sich auf DVD-ROM befindet - direkt ins Internet zu gehen.

Die DVD-R (DVD-R/authoring und DVD-R/general) ist vergleichbar mit der CD-R ein einmal beschreibbares Medium und kompatibel zu den meisten DVD-Laufwerken und -Playern. Sie eignet sich aufgrund ihrer großen Speicherkapazität besonders zur Datenarchivierung.

Die DVD-RW kann bis zu 1000 mal wiederbeschrieben werden und ist ebenfalls zu den meisten DVD-Laufwerken und -Playern kompatibel.

Die DVD-RAM ist eine komplett andere Entwicklung als die DVD-ROM. Ziel war es, ein beliebig oft beschreibbares Medium zu entwickeln, das ebenso leicht zu handhaben ist, wie eine CD. Eine DVD-RAM kann beim momentanen Stand der Technik nur in DVD-RAM Laufwerken im PC gelesen werden - die allerdings auch DVD-ROM’s lesen können. Deshalb eignet sich die DVD-RAM als schnelles, großes Wechselmedium, jedoch nicht zur Erstellung von DVD-Videos.

Die DVD+RW ist wiederbeschreibbar und basiert auf der CD-RW Technologie. DVD+RW-Laufwerke können DVD-ROM’s und CD’s lesen und sollen DVD-R’s und DVD-RW’s lesen können - jedoch nicht DVD-RAM’s. Beschrieben werden können CD-R’s, CD-RW’s und DVD+RW’s.

Ländercode/Regionalcode

Die Welt wurde in verschiedene Regionen aufgeteilt. Diesen Regionen wurden verschiedene Zahlencodes zugeordnet.
Die Ländercodes wurden auf Druck der amerikanischen Filmindustrie eingeführt. Sie geben der Filmindustrie die Möglichkeit zu kontrollieren, wann und in welcher Version ein Film wo auf den Markt kommt. Trägt eine DVD-Video den Ländercode 1 für die USA, kann sie nur in DVD-Playern abgespielt werde, die in den USA verkauft werden und den Ländercode 1 abfragen. Ein DVD-Video, dass in den USA gekauft wurde, kann mit einem in Deutschland gekauften DVD-Player nicht abgespielt werden, da der Player nur den Ländercode 2 für Europa akzeptiert. So bleibt die Kontrolle, dass ein Film in Deutschland erst auf den Markt kommt, nachdem er in den Kino’s gelaufen ist.
DVD’s können einen Regionalcode enthalten, sie müssen es aber nicht. Es steht dem Produzenten frei, einen Code einzufügen. Es ist also keineswegs ein Problem, eine DVD zu produzieren, die auf allen DVD-Playern, in allen Ländern läuft.
Zur Vollständigkeit hier noch die verschiedenen Regionalcodes:

  1. Kanada, USA.
  2. Japan, Europa, Südafrika, Mittlerer Osten (inkl. Ägypten)
    Südostasien und Ostasien (inkl. Hong Kong)
  3. Australien, Neuseeland, Pazifische Inseln, Zentralamerika, Mexiko, Südamerika, Karibik
  4. Ehemalige Sowjetunion, Indischer Subkontinent, Afrika, Nordkorea, Mongolei
  5. China
  6. Reserviert
  7. Spezielle Orte mit internationalem Charakter wie Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe u.a.

Geschwindigkeit und Features von DVD-ROM-Laufwerken

Die Datentransferrate eines 1 X DVD-ROM Laufwerks beträgt ungefähr 1,3 MB/s, ist also ungefähr äquivalent zu einem 9 x CD-ROM Laufwerk. Die Drehgeschwindigkeit der Disk im Laufwerk ist bei DVD ungefähr 3fach so hoch wie bei der CD. Ein 5 x DVD-ROM Laufwerk kann theoretisch Daten mit 6,4 MB /s transferieren, was einem 45 x CD-ROM Laufwerk entspricht. Die meisten 4 x und schnelleren DVD-ROM Laufwerke lesen CD-ROM’s mit 32facher Geschwindigkeit.
Je größer der Cache (memory buffer) eines DVD-ROM Laufwerks ist, desto schneller können Daten auf den Computer übertragen werden. Dies hat allerdings keinen Einfluß auf die Bildqualität der Videos.
 

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